Sonntag, 25. April 2010

Segeln - physikalische Aha-Momente

Tja, 2010 soll ja mein sportliches Jahr werden/sein.
Nicht nur einfach (naja, gar nicht so einfach!) regelmässig Sport treiben, sondern eben auch neue, sportliche Dinge ausprobieren.
Dazu gehört auch Segeln lernen. Gestern Samstag waren also Liebster und ich zum 2. Mal am Walensee, Kanton SG. Das erste Mal war ja recht heftig gewesen, erst gar kein Wind und nach der Mittagspause für meinen Geschmack zu viel Regen..

Gestern dann also herrlicher Sonnenschein, gerade richtig Wind und los!
Boot bereit gemacht, Schwimmwesten an und raus auf den See. Wir waren gegen Mittag draussen, um uns herum nur vereinzelte Motor- oder Fischerboote. Ideal, um nochmal so ein paar grundlegende Infos zum Segeln zu lernen.

Für mich war immer unerklärlich, wie ein Boot vorwärts kommen kann, wenn es in die gleiche Richtung will, wie der Wind kommt.
Ich konnte verstehen, dass ein Boot fährt, wenn von hinten der Wind in die Segel bläst, alles schon ausprobiert mit Papierfaltbötchen und ähnlichem. Quer oder gegen den Wind - leuchtet mir einfach nicht ein...
Da brauche ich ganz wissenschaftliche, naturwissenschaftliche Infos und Erklärungen!

Für einige da draussen ist es vielleicht ganz logisch, eh klar, aber für mich, nö. Und für alle, denen es gleich geht wie mir hier die Erklärung.
Vielleicht habt ihr schon mal versucht, auf einem Brett (im Schwimmunterricht gabs doch so kleine) im Wasser zu stehen. Man steht also drauf, das Gewicht drückt es unter Wasser  - und dann - FLUTSCH- rutscht es weg. Seitlich.
Oder (und ich hoffe, das ist physikalisch auch richtig, aber mir hilfts :D) man lässt ein Blatt Papier aus einer gewissen Höhe auf den Boden segeln. Macht es nicht geradlinig.

Wir haben beim Boot unten ein Kiel, das hält das Boot gerade im Wasser, macht, dass es nicht so leicht kippt (meistens ist da nämlich auch noch ein Gewicht drin, hilft auch beim Aufrechtbleiben).
Oben haben wir quasi die Verlängerung des Kiels, den Mast, wo das Segel dran ist, sagen wir, es sei am Heck, also hinten, festgemacht, ist also im gleichen (rechten) Winkel, wie das Kiel. Auf eben dieses Segel drückt der Wind, sagen wir eben von der Seite. Ohne Kiel würde das Boot nun durch die Windkraft über die Wasseroberfläche gedrückt. Es führe mit dem Wind.

Dadurch dass wir aber in Kiel haben, drückt eben dieses gegen das Wasser. Das wiederum lässt sich nicht so leicht drücken, auch schon als Kids ausprobiert, oder? Unter Wasser herrscht Druck. Von allen Seiten. Und wenn das Brett dann gegen das Wasser gedrückt wird, drückt das Wasser dahinter dagegen.
Und so ein Brett flüchtet dann halt in die Richtung, wo am wenigsten Widerstand herkommt, wo es am schmalsten ist: nach vorne.
Aqua- und aerodynamik.
Vogel- und Flugzeug-Flügel funktionieren genau so. Es gibt da immer noch diesen Über- und Unterdruck, aber meine Erklärung leuchtet mir leichter ein ;)
Die Flügel und Kiele sind nun noch so geformt, dass es nur 1 Richtung gibt, wohin das Teil ausweicht. Und so kommt das Boot dann vorwärts, obwohl oder weil der Wind von der Seite kommt.

Es gibt also fast keinen keinen Weg, den man nicht segeln kann. Ausser einem relativ kleinen Winkel von ca 90°, also etwa je 45° links und rechts direkt von wo der Wind kommt. Wenn man also dahin will, wo der Wind her kommt, muss man im Zickzack dorthin. Wenn man vom Zick zum Zack wechselt und zurück, nennt man das "Wenden".
Anfangs dachte ich, wenden heisst "umkehren", aber das Wenden ist eben dadurch definiert, dass man vom "Zick" aufs "Zack" wechselt.
Man kann auch mit dem Wind segeln, das wirkt zwar auf dem Boot selbst langsamer, weil man keinen Gegenwind hat, der einem das Gefühl von Tempo gibt. Aber tatsächlich kann es nicht schneller als mit dem Wind gehen. Man kann dann ganz geradeaus segeln oder auch in einem leichten Zickzack-Kurs. Wenn man mit dem Wind von Zick auf Zack wechselt, dann nennt man das "Halsen".
Klingelts? "sich etwas aufhalsen"? Tatsächlich gibt es viele Begriffe im Alltag, die von den Seefahrern stammen. Zum Beispiel auch "etwas verklickern", der Verklicker ist nämlich oben auf dem Mast und zeigt, woher der Wind weht (ja, noch so ne Redewendung).

Der Liebste hat gestern ordentlich Farbe geholt, ich werde mir wohl so ne schöne Segel-Tasche bereit halten, da kommt dann auch Sonnencreme rein. Und genügend zu trinken! Das war gestern etwas Mangelware. Die Zeit vergeht aber auch wahnsinnig schnell! Und weil Segeln auch viel Arbeit bedeutet, kommt man nicht dazu, immer hübsch an einem Glas zu nippen!
Andererseits muss man sich das Trinken auch gut überlegen, weil in dem Bötchen keine Toilette vorhanden ist. Bis man also wieder irgendwo an Land kommt, dauerts!

So, das soll's für heute gewesen sein. Nächste Woche werden wir wohl nur in den Segelshop fahren, am Samstag Vormittag.
Am Nachmittag habe ich die Vorbereitungen für den Fernsehauftritt mit den Pläuschlern, Marcel Schweizer und Regina Engel. Wer anrufen möchte, soll das bitte tun, wenn "wir" es ins Finale schaffen, gehts im August nach Wien!
Am Sonntag dann was ganz anderes, den Brunch auf dem Bauernhof mit musikalischer Untermalung der Jason Boon Bigband. Aber ich darf nicht etwa Zopf mit Butter und Honig geniessen, sondern helfen ;)

Freitag, 23. April 2010

Funky Lunch - feed your imagination

Viel zu schön, um einfach reinzubeissen!


Funky Lunch - feed your imagination

Freitags-Füller / My Life's Soundtrack

1. 1992 war ich 13; ich glaube, das erste Mal in Spanien in den Ferien (oder was das später??), aus der Primarschule raus; Fan von Roxette.
2. Nicht immer leicht: aber wenn man nichts Nettes sagen kann, sagt man besser gar nichts.

3. Gestern abend habe ich zum Abendessen nichts selber machen müssen: Abteilungsausflug mit dem Büro. Vom "Spaghetti-Plausch" etwas enttäuscht: die waren al kukidente.
4. Liebe N.D., ich möchte dass du weisst "you're on my heart just like a tattoo, I'll always have you"(Jordin Sparks). Es tut mir leid, dass ich "irgendwann nicht mehr mit dir spielen konnte".. ich denke, ich kann das bald mal wieder gut machen ;)

5. Über die Serie "Friends" kann könnte ich herzhaft lachen.

6. Immer wieder lädt mich das Leben zum Leben ein und ich sage:" warum eigentlich nicht ?"
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das erste Treffen für den Grand Prix der Volksmusik (später mehr), morgen habe ich Segeln geplant, es ist aber zuwenig Wind angesagt und Sonntag möchte lasse ich mich überraschen, was auf mich zukommt!


Für N.D., sie hat mir vor einiger Zeit die CD von Jordin Sparks gegeben, Soundtrack meines Lebens der jüngeren Generation (also noch nicht so lange her).

Dienstag, 20. April 2010

Technik: Zähmen von wildem PP

Beim Kartenmachen habe ich ziemlich "wildes" PP benutzt und der Stempelabdruck kam z.T. nicht richtig zur Geltung.

Mit einem Stück Vellum, Transparentpapier kann man dem entgegenwirken.
Gerade geschnitten oder wie hier, gerissen.
Der Kopf und die Rose konnten sich nicht richtig vom Hintergrund abheben, mit dem Vellum sieht man zwar noch die Farben, aber das Muster ist viel weicher.
Hier die fast fertige Karte, die Münder fehlen jeweils noch.