"Grüezi. -Danke vielmals. - Auf Wiedersehen."
"Grüezi, wo finde ich denn das Ketchup? - Ah, ja, ich seh's, danke!"
"Grüezi. - Gerne von diesen hier 2. - Kosten die marinierten Spiesse gleich viel wie die nicht marinierten? - Ah, gut! Dann gern je einen. - Ja, doch, sie darf eins. - Auf Wiedersehen."
"Grüezi. - Ja, hab ich. - Danke. - Auf Wiedersehen."
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Vorsicht, das könnte z.T. etwas wirr werden. Ist ja aber mein Blog und nur ich muss es verstehen ;)
Aber ich muss es loswerden und weil ja eh grad Babyfieber grassiert, finde ich, gehört folgendes einfach ergänzend dazu. Viiielleicht bin ich ja nicht die einzige, der es so geht.
Zwischen dem ersten
... die Einsamkeit.
Ich weiss nicht mehr, wann es genau "angefangen" hat. Aber vor ein paar Wochen und auch in den letzten Tagen hat es mich wieder heftig erwischt.
Nach dem Mutterschaftsurlaub, der in der CH 14 Wochen dauert (je nach Arbeitgeber und/oder bei Mehrlingsgeburten auch länger), ging ich wieder arbeiten. D.h. auswärts arbeiten. 2 Tage die Woche.
Im gleichen Büro, in einem neuen Team, mit neuer Tätigkeit.
Die Arbeit ist zwar wichtig, aber nicht anspruchsvoll (für mein Verständnis/Verhältnis). Ich wurde nicht mehr gefordert. Highlights im 2-Wochen-Rhythmus waren Erklärungen, wie man in Excel etwas auf Hoch- statt Querformat ausdruckt oder wie man ne Mail verschlüsselt versendet. Ihr versteht?
Die restlichen Tage (also 5!) war ich daheim. Wollte/sollte ich eine gute Hausfrau werden, das hatte ich mir zumindest so gedacht. Gelang mir nicht so wirklich. Jeder Tag sah genau gleich aus. "Wochenende" waren die Tage, an denen GG daheim blieb.
Sonst Mittwoch wie Samstag, Donnerstag wie Sonntag.
(Witzige Episode, die ich euch nicht vorenthalten will, weil es eigtl. die Art Humor ist, warum ich GG so gern hab:
ich diskutier mit GG, dass für mich eben (seine) Ferien keine Ferien seien, auch wenn wir wegführen. Für mich sei das nur Tapetenwechsel, denn die Aufgaben blieben. Er dreht mir das Wort im Mund um: aha, ich verstehe. Du hast also IMMER Ferien, nur der ORT ist ein anderer ;))
Ich bin sehr kommunikativ. Liebe den verbalen Austausch.
Der wurde sehr einseitig, so allein mit Kind daheim.
Und im Büro einfach nicht sehr, naja, anspruchsvoll eben (auf fb findet ihr so ein paar Müsterchen).
Zu Anfang dachte ich mir noch nicht so viel dabei.
Dachte, mit 2 Kindern wirds dann schon unterhaltsamer. Das wird es sicher auch mal, aber das kann dauern. Das weiss ich jetzt.
Wenn ich zur Arbeit fahre, steh ich kurz vor 6 auf und hole das Kind gegen 18 Uhr bei der TaMu wieder ab. Mit dem neuen Arbeitsweg hab ich max. 30' Mittagspause, grad das Minimum, das man gemäss CH-Gesetz machen muss. Die verbringe ich allein, meist am PC (bei euch ;)), weil ich einfach keine Zeit habe, mit den Kollegen ins andere Gebäude rüber zu gehen und mich dort zu verweilen.
Bei nur 2 Arbeitstagen kann ich gar nicht genügend Überminuten anhäufen, damit ich mal länger könnte.
Ich weiss, dass andere 12h unterwegs sind für ihre 8h24 (ich muss ja nur 8h12). Und ich weiss, dass ihre Arbeit auch nicht immer so berauschend ist, gell du ;)
Und dann liest man auch noch sowas. Per Zufall an dem Tag in der Zeitung, als ich wieder mal Bürotag hatte.
Warum geht ihr arbeiten? Wie oft? Und was?
Ich kann aktuell nicht sagen, ob ich grundsätzlich traurig, aber meistens fröhlich bin.
Oder ob ich grundsätzlich fröhlich bin, aber halt grad im Moment traurig.
Ich weiss nur, es belastet mich. Ich bin nicht mehr ausgeglichen. Komme irgendwie zu nix mehr, was mir Spass macht (nähen, scrappen, häkeln).
Meine Familie wohnt auch nicht grad um die Ecke, und/oder arbeitet selbst, hat Hobbies.
Ich bin der Liebe wegen um- und weggezogen. Das ist ok. Aber es bringt auch Nachteile.
Ich lernte via ein Forum andere Frauen kennen, die zur gleichen Zeit ET hatten (auch jetzt bei Junior wieder). Aber ich treffe mich nur noch mit schlechtem Gewissen mit ihnen, weil ich das Gefühl habe, ich müsste daheim noch so viel machen.
Und natürlich hab ich zur Zeit viel zu tun, weil wir frisch umgezogen sind.
Und ich komm nicht so effizient vorwärts wie mit ohne Kind 1 und mit ohne Kind 2.
Von nirgends her wird mein Energiespeicher aufgefüllt :(
Ich mag einfach auch nicht mehr. Und das sind jetzt verdammt noch mal nicht nur die Hormone. Oder?
Ich bin einsam. Nicht allein, nein. Einsam.
Ich bin dankbar und freue mich, dass ich Kinder habe, eine gesunde Familie, genügend Geld und keine Existenzängste.
Aber das alleine macht mich einfach nicht glücklich.
Mal ehrlich, ihr Mehrfach- und schon lange Mamas: wird das erst wieder mit dem Auszug der Kinderlein besser?
*meine Konversation mit Erwachsenen am Mittwoch dieser Woche. Nachbar, Einkaufsladen 1 und Einkaufsladen 2, inkl. Metzgereifachmann.
Nicht mit dabei ein unangenehmes Telefonat und das Wenige am Abend mit GG.
